Abenteuer in Patagonien

Castor (Biber)

Biber [esp. Castor]
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Der Biber gehört in Tierra del Fuego längst zum einheimischen Tier obwohl das nicht ohne Missachtung gesagt wird. Im Jahr 1945 wurden ein paar Pärchen hier ausgesetzt, um mit dem Leder Geschäfte zu machen. Mittlerweile wird er aber nicht mehr wegen des Leders gejagt, sondern weil seine Population überhand genommen hat und er schäden an Wald und Vegitation anrichtet. Der Biber hat auf Feuerland keine richtigen Feinde und vermehrte sich dadurch rasend schnell. Er richtet in den Wäldern einigen Schaden an. Abgesehen davon das er die Bäume kappt, staut er kleine Bäche auf, die zu ziemlich großen Seen werden können. Manchmal ist so ein Biberdamm aber auch nützlich um z.B. einen Bach zu überqueren. Dazu gib Hier ein paar schöne Bilder zu.

Bei meiner Wanderung durch die Wälder habe ich Gebiete gesehen, so groß wie mehrere Fussballfelder, auf denen kaum noch ein Baum stand. Die Biber scheinen Bäume bis zu einem Durchmesser von 80cm abzubeißen. Ich bin öfter auf Seen gestoßen die nicht in der Karte eingezeichnet waren, weil sie erst in den letzten zwei Jahren entstanden sind, bis zu einer Größe von ca. 5 ha.

Ich habe in den paar Tagen im Wald an die 10 Biber gesehen. Wenn man sich ruhig an sie heranschleicht, kommt man recht nahe heran oder man verhält sich einfach so lange ruhig, bis sie wiederkommen.

Wenn sie sich gestört fühlen, schlagen sie mit dem Schwanz auf das Wasser, was man ziemlich weit hört. Wahrscheinlich um die Artgenossen zu warnen oder dem Feind Angst einzujagen.

Staudamm eines Bibers am Lago Yehuin, Feuerland
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Biber leben für gewöhnlich in einem Biberbau, hergestellt aus Erde und Holz.




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